Arthrose der Facettengelenke: Infiltration und Schmerztherapie
Die Facettengelenke verbinden die einzelnen Wirbel miteinander. Die Gelenkflächen sind mit einer Gleitschicht aus Knorpel überzogen. Bei einer Facettengelenksarthrose wird die Knorpelschicht dünner und die Gelenkflächen reiben schmerzhaft aufeinander. © Alila Medical Media, Adobe
Bei der Facettengelenksarthrose (auch Spondylarthrose oder Spondylose genannt) handelt es sich um den Verschleiß der Facettengelenke der Wirbelsäule. Diese kleinen Gelenke verbinden die einzelnen benachbarten Wirbelkörper an der Rückseite der Wirbelsäule miteinander. Durch voranschreitendes Alter können die Gelenke verschleißen. Das bedeutet, dass die Knorpelschicht dünner wird und die Gelenkflächen direkt aufeinander reiben, wodurch sich häufig störende Knochenanbauten (Osteophyten) entwickeln. Auch Fehlbildungen der Wirbelsäule wie der Morbus Scheuermann oder ein Bandscheibenvorfall verstärken diese degenerativen Prozesse an den Facettengelenken.
Da die Gelenkkapseln dieser Gelenke in hohem Maße mit schmerzleitenden Nervenfasern versorgt sind, entwickeln sich bei der Facettengelenksarthrose vor allem belastungsabhängige Rückenschmerzen. Kommt es durch die Knochenanbauten zu Einengungen der Nervenaustrittslöcher, entstehen manchmal Schmerzen in den Armen oder Beinen.



