Chronische Rückenschmerzen mit dem PASHA-Katheter therapieren

- Wenn chronische Rückenschmerzen nicht besser werden
- Chronische Rückenschmerzen mit Verfahren der interventionellen Schmerztherapie behandeln"
- Neuromodulator nach PASHA: Einmalige Neurostimulation mit langfristigem Ergebnis
- Für wen ist der PASHA-Katheter geeignet?
- Wie wird der PASHA-Katheter angewendet?
- Wie effektiv ist der PASHA-Katheter?
Wenn chronische Rückenschmerzen nicht besser werden
Viele Patienten haben eine langjährige Geschichte mit Wirbelsäulenleiden, die sich durch keine Behandlung lindern lassen. Trotz wiederholter Operationen quälen sie sich mit anhaltenden und chronischen Rückenschmerzen. Oft verselbstständigt sich der Schmerz, und es bildet sich ein sogenanntes chronisches Schmerzsyndrom aus.
Bei diesem chronischen Rückenschmerz lassen sich weder im Rahmen der körperlichen Untersuchung noch durch Röntgen oder Kernspintomographie eine fassbare Krankheitsursache finden. Trotzdem beeinflusst der häufig kaum zu ertragende Schmerz den Alltag der Betroffenen erheblich und schränkt deren Lebensqualität ein. Diese Patienten irren zum Teil jahrelang auf der Suche nach Schmerzerleichterung durch verschiedene Praxen, Kliniken und Schmerzzentren.
Chronische Rückenschmerzen mit Verfahren der interventionellen Schmerztherapie behandeln
Als letzte Hilfe wird vielen von ihnen die interventionelle Schmerztherapie angeboten. Unter diesem Begriff vereinen sich verschiedene minimalinvasive Verfahren, mit denen die Rückenschmerzen über Injektionen oder Katheterbehandlung gelindert werden können. Ein Beispiel ist der Schmerzkatheter mit Medikamenten. Er wird so gelegt, dass automatisch oder nach Bedarf hochwirksame Schmerzmittel in den betroffenen Wirbelsäulenbereich injiziert werden.
Häufiger eingesetzt wird eine weitere Methode der interventionellen Schmerztherapie, die sogenannte Neuromodulation. Sie funktioniert ähnlich einem Herzschrittmacher: Elektrische Impulse wirken direkt im Bereich der schmerzleitenden Nervenfasern und hemmen die Schmerzweiterleitung an das Gehirn. Beim herkömmlichen Verfahren muss dafür wie beim Herzschrittmacher ein Generator samt Batterie unter die Haut gepflanzt werden. Gerade in der Anfangsphase und in der Erprobung des Implantates ist dieses Vorgehen aufwendig und einschneidend und wird deshalb von vielen Patienten gemieden. Eine komfortablere Alternative stellt die einmalige Implantation eines solchen Neuromodulators nach PASHA zur direkten Neurostimulation dar.
Neuromodulator nach PASHA: Einmalige Neurostimulation wirkt bis zu zwei Jahre
Der PASHA-Katheter dient der Neuromodulation. Das bedeutet, er lindert Schmerzen, indem er die schmerzleitenden Nervenfasern dämmt. Im Rahmen eines minimalinvasiven Eingriffs führt man dazu eine Elektrode direkt an die Schmerzfasern und stimuliert diese einmalig. Danach wird der Katheter wieder komplett entfernt. Die Schmerzlinderung durch den PASHA-Katheter ist in der Regel sehr gut, wenngleich die Haltbarkeit des Ergebnisses oft zwei Jahre nicht überschreitet.
Für wen ist der PASHA-Katheter geeignet?
Für viele Patienten mit nicht therapierbaren chronischen Rückenschmerzen, bei denen operative Eingriffe aus gesundheitlichen Gründen nicht möglich sind, stellt die Schmerztherapie mit dem PASHA-Katheter eine wirkungsvolle Behandlungsalternative dar. Auch zur Überbrückung bei frischen Bandscheibenvorfällen mit Wurzelreizungen kann der PASHA-Katheter die konservative Rückenbehandlung unterstützen. Häufige Indikationen in der Orthopädie sind:
- Spondylarthrose,
- Bandscheibenvorfall,
- Narbenbildung (Postnukleotomiesyndrom),
- Spinalstenose.
Wie wird der PASHA-Katheter angewendet?

Die Behandlung mit dem PASHA-Katheter erfolgt in der Regel unter einer lokalen Betäubung, d. h., eine Intubationsnarkose ist nicht erforderlich. Der Operateur führt unter Röntgenkontrolle eine dünne Hohlnadel bis an das Rückenmark. Danach wird durch diese Nadel die am flexiblen PASHA-Katheter befestigte Elektrode eingeführt und an das schmerzende Wirbelsäulensegment navigiert – auch dies geschieht unter Bildgebung. Durch hochfrequente Strompulse kommt es zu chemischen Veränderungen in den naheliegenden Nerven. Dadurch wird die Schmerzweiterleitung dauerhaft verringert. Wenn alle Schmerzzentren behandelt sind, entfernt der Operateur den Katheter und verschließt die Punktionsstelle mit einem Pflaster.
Wie effektiv ist der PASHA-Katheter?
Unmittelbar nach der Behandlung haben nur 10 % aller Patienten eine Verbesserung ihres Schmerzempfindens. Bei den meisten Patienten dauert es bis zu drei Wochen, bis die Wirkung der PASHA®-Katheter-Behandlung vollständig eingetreten ist. Dann erleben etwa 70–80 % aller Patienten eine deutliche, nachhaltige Schmerzlinderung. Diese kann bis zu zwei Jahre anhalten.