www.ruecken-hilfe.de

Bandscheibe durch Autologe Zelltransplantation (ADCT) wieder regenerieren

Die Rolle der Bandscheiben

Die Bandscheiben des menschlichen Körpers sind in ihrer Funktion einzigartig. Gleich einem Stoßdämpfer absorbieren sie die durch den aufrechten Gang des Menschen entstehende Druckkräfte. Darüber hinaus sind sie so beweglich, dass nur durch die Bandscheibe die erstaunliche Beweglichkeit der menschlichen Wirbelsäule überhaupt erst möglich wird. Leider unterliegen die Bandscheiben, wie alle Gewebe im menschlichen Körper, auch der Alterung. Der medizinische Begriff hierfür lautet: Degeneration der Bandscheibe.

Die Schwäche der Bandscheibe: natürliche Regeneration ist nicht möglich

Die Einzigartigkeit der Bandscheibe ist gleichzeitig auch ihre Achillesferse. Sie besitzt nur sehr wenige Zellen. Je weniger lebende Zellen ein Organ besitzt, desto schlechter sind in Regel auch die Selbstheilungskräfte. Dafür ist sie allerdings sehr reich an Wasser bindenden Eiweißmolekülen, welche der Bandscheibe ihre Elastizität verleihen.

Was geht vor sich, wenn die Bandscheibe erkrankt?

Kommt es durch eine Verletzung (Bandscheibenvorfall) oder durch Überbelastung zu einer Schädigung der Bandscheibe, so ist diese meist nicht in der Lage, selbständig wieder zu heilen. Das bedeutet, dass ein Bandscheibenschaden meist bleibend ist. Hierdurch wird unter Umständen eine verfrühte Degeneration der Bandscheibe eingeleitet.

Symptome der Bandscheibendegeneration

Der Patient spürt dies durch immer wiederkehrende oder chronische Rückenschmerzen. Häufig sind das sehr tiefliegende Schmerzen in der Lendenwirbelsäule. Auch die Minderung der Körpergröße und schmerzhafte Nervenreizungen können die Folge sein.

Einschränkungen im Alltag durch Bandscheibendegeneration

Mit einer degenerierten Bandscheibe werden einfache Verrichtungen des Alltags wie Schuhe zubinden oder Dinge vom Boden aufheben zur Qual.

Die Schmerzen nehmen häufig den Tag über zu. Die Patienten mit degenerierten Bandscheiben vermeiden häufig Bewegung und Sport und kommen aus Ihrer Schonhaltung nicht mehr heraus.

Die betroffenen Patienten mit diesen Rückenschmerzen geben Aktivitäten wie Wandern oder Fitness als Folge der Bandscheibendegeneration häufig auf. Häufig ist mit der Degeneration der Bandscheiben daher auch eine Rückbildung der Muskulatur und eine Gewichtszunahme verbunden. Das verschlimmert das Problem noch: ohne eine kräftige Rücken- und Bauchmuskulatur steigt die Last auf die Bandscheibe nochmals an. Dauerhafte Schmerzmitteleinnahme ist für viele Patienten mit degenerierter Bandscheibe die Regel - mit allen gesundheitlichen Nebenwirkungen.

Behandlung der Bandscheibendegeneration

In sehr ausgeprägten Fällen der Bandscheibendegeneration hilft dann oft nur noch eine größere Operation. Häufig wird hier eine Versteifung der Wirbelsäule empfohlen. Das ist jedoch ein dauerhafte Veränderung des dynamischen Systems Wirbelsäule, deren Funktion von der Beweglichkeit aller Bestandteile lebt.

Als Verfahren, die Beweglichkeit der Wirbelsäule zu erhalten empfiehlt man heutzutage auch die modernen Bandscheibenprothesen. Dabei wird das Bandscheibengewebe jedoch unwiderruflich entfernt und durch einen Platzhalter (Versteifung) oder durch eine Bandscheibenprothese ersetzt. Wir bevorzugen - wann immer möglich - die bandscheibenerhaltende Therapievariante durch Bandscheibenzelltransplantation.

Mit Bandscheiben-Zelltranspantation kann das Volumen der Bandscheibe wieder aufgebaut werden

Die einzige Möglichkeit zum Erhalt der Bandscheibe und zum Wiederaufbau derselben bietet derzeit die autologe Bandscheibenzelltransplantation.

Wie funktioniert Bandscheibenzelltransplantation (ADCT)?

1. Entnahme der Bandscheibenzellen

Bei diesem Verfahren werden körpereigene (autologe) Zellen aus der erkrankten oder in manchen Fällen aus einer gesunden Bandscheibe entnommen.

2. Vermehrung als Zellkultur im Labor

In einem aufwendigen Verfahren werden diese Zellen in das Millionenfache vermehrt.

3. Einbringen der Bandscheibenzellen

Anschließend können diese Zellen dann wiederum in einem kleinen Eingriff in die erkrankte Bandscheibe eingebracht werden.

Wie hilft die Bandscheibenzellentransplantation dem Rückenschmerz-Patienten

Diese neuen Bandscheibenzellen sind dann in der Lage, durch Produktion von Wasser bindenden Eiweißmolekülen zu einer Regeneration der Bandscheiben beizutragen. Im Idealfall führt dies dann zum Stopp der Alterungsprozesse in der Bandscheibe.

Viele Patienten berichten nach Bandscheibenzelltransplantation davon, "einen neuen Rücken zu haben". Der Schmerzmittelverbrauch kann meist nach der Bandscheibentransplantation eingestellt werden.

Der Flüssigkeitsgehalt der Bandscheibe nimmt wieder zu. Die Bandscheibe ist wieder in der Lage, ihre Stoßdämpferfunktion wahrzunehmen. In der MRT Untersuchung (Computertomograph) zeigt sich die Fähigkeit der eingebrachten Bandscheibenzellen, Wasser zu binden. Damit tragen sie zur Elastizität der Bandscheibe bei. Die Rückenschmerzen klingen nach Bandscheibenzelltransplantation meist bald wieder ab.

Eine erfolgreiche Bandscheibentransplantation kann die normalerweise bei Bandscheibendegeneration empfohlene Versteifung der Wirbelsäule überflüssig machen.

Die Gesamtbelastung des Patienten ist durch die endoskopisch - wie eine Injektion - durchgeführte Bandscheibenzelltransplantation viel geringer, als bei Versteifungsoperatoin oder Einbau einer Bandscheibenprothese.

Riskio und Nebenwirkungen der Bandscheibenzelltransplantation

Das Verfahren der autologen Bandscheibenzelltransplantation ist für den Patienten nicht belastend. Sowohl die Entnahme der Bandscheibenzellen als auch die Transplantation werden in lokaler Betäubung vorgenommen und beanspruchen in der Regel nur wenige Minuten.

Wir bieten den Patienten anch der Bandscheibenzelltransplantation eine engmaschige Kontrolle an. Auch lässt sich dieser Eingriff im Rahmen von größeren Wirbelsäuleneingriffen, wie z.B. bei der Entfernung von Bandscheibenvorfällen problemlos kombinieren.